| Bericht von den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid |
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Bochum-Wattenscheid Mit Rang 13 bei den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid wies der 23-jährige Stabhochspringer Dirk Probst (LG Reinhardswald/TSG Hofgeismar) eindrucksvoll seine Zugehörigkeit zur erweiterten nationalen Spitze nach. „Die Einstiegshöhe von 5,05 Metern will ich schaffen“, hatte sich Probst im Vorfeld der Meisterschaft als Minimalziel gesetzt. Bei einer Jahresbestleistung von 5,10 Metern erreicht er diese Höhe normalerweise erst am Ende eines Wettkampfs. Doch nach einem knapp gerissenen ersten Versuch schwang er sich im zweiten Durchgang locker über die Latte. Die nachfolgende Steigerung auf 5,25 Metern und damit 11 Zentimeter über Probst persönliche Bestmarke war dann zu groß. Dennoch konnte der letztjährige Junioren-DM-Vierte mit seinem ersten Start bei den Aktiven vollauf zufrieden sein. So ließ er mit Andre Niklaus und Georgi Wassiliew (beide Berlin) zwei Athleten hinter sich, die Bestmarken von 5,30 Metern vorzuweisen haben. In diese Höhenbereiche möchte auch Probst in den nächsten Jahren vorstoßen. Bekommt er seine harten Karbonstäbe, die ihm in der DM-Vorbereitung leichte Rückenprobleme bereiteten, noch besser in den Griff, trauen ihm Bundestrainer Thomas Weise (Bad Sooden-Allendorf) und Heimtrainer Dieter Probst (TSG Hofgeismar) diese Höhen durchaus zu. Dass die besondere Atmosphäre bei einer Deutschen Meisterschaft ungeahnte Kräfte freisetzen kann, zeigten die 4x400-Meter-Staffelläufer in der männlichen Jugend. Auch für sie war das Erreichen der hochgesteckten Norm bereits ein Riesenerfolg gewesen, so dass es im Lohrheidestadion eigentlich nur darum ging, die Qualifikationsleistung zu bestätigen. Doch damit wollten sich Pascal Bönning, Philipp Widera, Johannes Knoth und Marijan Krapp (alle LGR/TSG Hofgeismar) nicht zufrieden geben. In glänzenden 3:29,75 Minuten steigerte sich das LG R-Quartett um über zwei Sekunden und belegte damit den 21. Rang im Feld der besten deutschen Nachwuchsstaffeln. „Die Leistung gewinnt noch an Gewicht, wenn man bedenkt, dass alle vier Läufer dem Jahrgang 87 angehören und auch im nächsten Jahr noch in der A-Jugend startberechtigt sind“, freute sich Trainer Joachim Plinke (TSG Hofgeismar) schon auf weitere Steigerungen. (ah)
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