Nordhessischen Hallenmeisterschaften 1. Teil - Aktive und Jugend -

Bad Sooden-Allendorf Drei Titel, sieben Vizemeisterschaften und fünf Bronzemedaillen holten die Leichtathleten der LG Reinhardswald bei den Nordhessischen Hallenmeisterschaften der Aktiven sowie der männlichen und weiblichen Jugend und konnten damit die Vorjahresausbeute von acht Medaillen fast verdoppeln.

Der Landesmeister im Stabhochsprung, Lars Haverkamp (TSG Hofgeismar), behauptete sich auch abseits seiner Spezialdisziplin in der nordhessischen Spitze. Nicht mit der besten Technik, was die vielen Fehlversuche belegen, aber mit enormer Sprungkraft ausgestattet, glänzte Haverkamp mit 1,84 Metern und gewann ungefährdet den Hochsprungtitel. Der zweitplatzierte Tennis Tarczykowski (Bad Sooden-Allendorf) lag neun Zentimeter zurück.

Auf Rang drei folgte Pascal Bönning (TSG Hofgeismar) mit persönlich besten 1,70 Metern.

Auch im Weitsprung ärgerte Haverkamp die Spezialisten. Hinter Landesmeister Oleg Anikin (Remsfeld) belegte er mit 6,21 Metern den zweiten Rang und verwies seinen Vereinskameraden Philip Schröer (6,14 Meter, TSG Hofgeismar) auf den dritten Rang.

Schröer präsentierte sich dafür im Kugelstoßen gegenüber den Landesmeisterschaften um fast einen Meter verbessert und holte mit 12,83 Metern die Bronzemedaille.

Philipp Widera (TSG Hofgeismar) war als Zweiter in 7,45 Sekunden Schnellster der drei für das 60-Meter-Finale der A-Jugend qualifizierten LG R-Sprinter. Pascal Bönning hatte im Vorlauf mit 7,42 Sekunden beeindruckt, konnte diese Zeit als Vierter im Finale aber nicht bestätigen.

Miriam Thöne (TSV Niedermeiser) war der Lichtblick aus LG R-Sicht in den Wettbewerben der weiblichen Jugend.

In einem spannenden Zweikampf brachte sie im Hochsprung der weiblichen B-Jugend Landesmeisterin Agnes Hofmann (Baunatal) an den Rand einer Niederlage. Mit 1,64 Metern stellte Thöne einen neuen Kreishallenrekord auf und gewann höhengleich mit der Siegerin die Vizemeisterschaft.

Silber erkämpfte sie auch im Hürdensprint und im Weitsprung. In 9,71 Sekunden steigerte sie auf der Hürdenstrecke ihre Bestzeit zum dritten Mal in dieser Hallensaison und verpasste im Weitsprung mit 4,94 Metern nur knapp ihren ersten Fünf-Meter-Sprung.

Einen kompletten Medaillensatz konnte Mustafa Hallal (TSG Hofgeismar) am Ende der Meisterschaft in seiner Erfolgsbilanz notieren.

Im Hochsprung wurde er seiner Favoritenrolle vollauf gerecht und siegte mit 1,81 Metern.

Im Weitsprung belegten die LG R-Springer hinter dem zur Landesspitze gehörenden Philipp Imhof (Steinatal) in breiter Front die Plätze.

Hallal erreichte mit 6,49 Metern sein seit zwei Jahren bestes Ergebnis und die Vizemeisterschaft. Auf Rang drei freute sich Fabian Mittnacht, dass es nach Fuß-OP und langer Wettkampfpause mit 6,07 Metern wieder aufwärts geht. Um einen Zentimeter geschlagen folgte Dirk Probst (beide TSG Hofgeismar) auf Rang vier.

Probst hielt sich im Stabhochsprung schadlos und gewann mit 4,80 Metern den Titel.

Über 60 Meter lief Titelverteidiger Hallal in der Qualifikationsrunde mit 7,21 Sekunden eine Topzeit musste aber im Finale in 7,32 Sekunden den aus der Jugendklasse aufgerückten Imhof (Steinatal) und Daniel van Kruijssen (Treysa) den Vortritt lassen.

Mit zehn Zentimetern Vorsprung setzte sich Mittnacht im Kugelstoßen gegen den stärker eingeschätzten Landesmeister im Speerwurf, Andreas Kant (Gudensberg), durch und wurde Zweiter. (ah)