| Deutsche Vizemeisterschaft für die Mannschaft |
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Vaterstetten Die Sensation ist perfekt - mit einer beeindruckenden Vorstellung bei den deutschen Siebenkampfmeisterschaften in Vaterstetten gewann das Team der LG Reinhardswald mit Tanja Schmitt (SV Trendelburg), Janine Mackewitz (SV Espenau), Lena Menzel und Julia Woitkowiak (beide TSG Hofgeismar) die deutsche Vizemeisterschaft und übertraf damit alle im Vorfeld gehegten Erwartungen. Mit ihrer Qualifikationsleistung hatten die LG R-Mehrkämpferinnen bestenfalls auf eine Top-Acht-Platzierung gehofft. Am Ende der zwei Wettkampftage stand jedoch der neue hessische Rekord von 13309 Punkten im Ergebnisprotokoll und die Athletinnen jubelten über die Silbermedaille. Die alte Bestmarke der Usinger TSG steigerten sie um mehr als 300 Punkte. In der Einzelwertung im Siebenkampf hat Tanja Schmitt (SV Trendelburg) nach zwei Jahren, in denen sie zwar mit den Staffeln der LG R glänzte, aber nicht an ihre Schülererfolge im Mehrkampf anknüpfen konnte, als Fünfte den Anschluss an die deutsche Nachwuchsspitze wieder hergestellt. Im Vierkampf löschte sie die 32 Jahre alte Bestmarke von Leoni Klocke (TSG Hofgeismar) aus der Kreisrekordliste. 800-Meter-Spezialistin Lena Menzel zeigte erneut ihr Mehrkampftalent und kam auf Rang 15. In absoluter Topform präsentierte sich auch Janine Mackewitz, die als 25. gegenüber den Landesmeisterschaften 350 Punkte mehr erzielte und damit entscheidenden Anteil am Mannschaftserfolg hatte. Julia Woitkowiak erreichte ebenfalls eine neue Siebenkampfbestmarke. Den besten Start in den Wettkampf hatte Menzel in 14,83 Sekunden über 100 Meter Hürden. Mit Blick auf die Punktwertung war die Freude bei Schmitt und Mackewitz noch größer, denn beide steigerten sich gegenüber ihrem bisher besten Siebenkampf um fünf bzw. sieben Zehntelsekunden. Im Hochsprung knüpfte Schmitt an die Topleistung von Mörfelden an und belegte mit 1,63 Metern den zweiten Rang der Disziplinwertung. Nach einem schwächeren Kugelstoß folgte mit dem 100-Meter-Sprint die Paradedisziplin des ersten Tages für die LG R-Talente. Überraschend war Mackewitz in 12,70 Sekunden die beste LG R-Sprinterin und damit exakt eine Sekunde schneller als bei den hessischen Meisterschaften. Schmitt und Menzel kamen in 12,74 Sekunden knapp dahinter zeitgleich ins Ziel. Am Ende des ersten Tages lag die LG R in der Mannschaftswertung auf Rang drei mit nur 27 Punkte Rückstand auf die LG Berlin. Und das LG R-Quartett ging hochmotiviert in den zweiten Tag, um den Rückstand wettzumachen. Nach einem verhaltenen Auftakt im Weitsprung, wo nur Mackewitz eine Mehrkampfbestmarke erreichte, fiel die Entscheidung zugunsten der LG R im Kampf um Silber in den letzten beiden Disziplinen. Im Speerwerfen steigerte sich Schmitt um zwei auf 36,97 Meter, Mackewitz um drei auf 31,06 Meter und Woitkowiak gar um vier auf 22,80 Meter. Im 800-Meter-Lauf konnte Menzel ihre Stärke voll ausspielen und erreichte mit 2:18,46 Minuten im Alleingang die schnellste Zeit aller Teilnehmerinnen. Auch Schmitt, Mackewitz und Woitkowiak gaben in der von den Mehrkämpferinnen wenig geliebten Disziplin noch einmal alles und holten am Ende 34 Punkte Vorsprung auf die drittplatzierten Berlinerinnen heraus. (zah)
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