|
Neu
Isenburg Völlig überraschend holte die B-Jugendmannschft der LG
Reinhardswald am Wochenende in Neu Isenburg den hessischen Meistertitel im
Mannschaftsmehrkampf.
Mit 11229
Punkten hatten Patrick Ahl (TSG Hofgeismar), Philipp Brandt, Björn
Westermann, Maximilian Plaum, Niklas van Dijk, Jannik van Dijk, Lukas
Bangert, Tizian Weber (alle SV Espenau), Lukas Menke (TSV Deisel) und Niko
Müller (SV Trendelburg) die LG Rodgau (10586 Punkte) sicher im Griff. Der
große Favorit, der TV Gelnhausen, hatte nicht genug Athleten für einen
Start in der Gruppe I zusammenbekommen.
Damit ging
erstmals seit dem Schülertitel 1997 wieder ein Meisterwimpel im
Mannschaftsmehrkampf an die LG Reinhardswald. Damals war Tim Reitz, der
das Team zusammen mit René Friedrich (beide SV Espenau) betreute, selbst
noch als Athlet am Start gewesen.
Erfolge in
diesem Wettbewerb sind immer Zeichen einer guten Nachwuchsarbeit. Um im
Mannschaftsmehrkampf bestehen zu können, reicht es nicht einige wenige
Spitzenkönner zu haben, sondern man braucht Talente in vielen
Disziplinen. In der B-Jugend stehen 10 Wettbewerbe im Wettkampfprogramm.
Die Leistungen jedes Teilnehmers werden in Punkte umgerechnet und für das
Mannschaftsergebnis gezählt.
Aus dem
geschlossenen Mannschaftsergebnis sollen einige Topleistungen
hervorgehoben werden:
Paradedisziplinen
des LG R-Teams waren der Hürdensprint und das Kugelstoßen.
Erstmals über
die 110-Meter-Hürden im Wettkampfeinsatz zeigten Niklas van Dijk und
Tizian Weber ein ganz starkes Rennen. Van Dijk siegte in 15,95 Sekunden,
Weber folgte nur knapp geschlagen in 16,00 Sekunden auf Rang zwei.
Im Kugelstoßen
knackten Patrick Ahl (1. 13,39 Meter) und Lukas Bangert (2., 13,17 Meter)
die 13-Meter-Marke.
Seinen Aufwärtstrend
auf den Mittelstrecken setzte Björn Westermann fort. In 2:56,09 Minuten
steigerte er sich über 1000 Meter gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Sekunden
und zog auch Maximilian Plaum (2:58,05) noch unter die drei Minuten.
Ein schnelle
Staffelzeit lieferten Philipp Brandt, Jannik van Dijk, Tizian Weber und
Patrick Ahl auf Rang eins in 46,85 Sekunden. Doch Reitz sieht noch Luft
nach oben: "Das waren drei Sicherheitswechsel, mit mehr Risiko ist
die DM-Norm (44,80 Sekunden) machbar".
Brandt, der in
Neu Isenburg erst seinen zweiten Leichtathletikwettkampf absolvierte, überzeugte
auch im Hoch- und Weitsprung sowie über 100 Meter.
Gewohnt souverän
siegte Bangert im Speerwerfen mit 46,53 Metern vor Jannik van Dijk, der
erstmals die 40 Meter übertraf. (zah)
|