Bericht vom Endkampf der Deutschen Schüler-Mannschafts-Meisterschaft (DSMM)    A-Schülerinnen

Mörfelden In einem auf nationalem Spitzenniveau geführten Wettkampf lieferten die A-Schülerinnen der LG Reinhardswald beim hessischen Endkampf der Deutschen Schüler-Mannschafts-Meisterschaft (DSMM) den Favoritinnen von der LG Eintracht Frankfurt den erwartet großen Kampf und holten mit 9044 Punkten die Silbermedaille.

In der DSMM wird jede Leistung in Punkte umgerechnet und zählt für das Gesamtergebnis.

Für konsequente Trainingsarbeit auch in den Sommerferien wurden die 13 bis 15-jährigen Athletinnen trotz ähnlich schlechter Witterungsbedingungen wie beim Gewinn des nordhessischen Meistertitels mit einer Verbesserung des Mannschaftsergebnisses um über 300 Punkte belohnt.

Ein Auftakt nach Maß gelang den 100-Meter-Sprinterinnen. Hannah Schacht wurde in 13,28 Sekunden zeitgleich mit der Siegerin Zweite, Selina Grete (beide TSG Hofgeismar) überraschte mit 13,50 Sekunden und auch Stina Schwarzkopf (Helmarshausen) blieb als jüngste im Feld mit persönlicher Bestzeit unter 14 Sekunden.Die erfolgreichen A-Schülerinnen der LGR in Mörfelden

Im Kugelstoßen verbesserten Carina Müller (SV Trendelburg, 8,69 Meter), Angela Hubl (TSV Deisel, 8,65 Meter) und Karolin Knauf (SV Espenau, 7,81 Meter) das Vorkampfergebnis um fast drei Meter, konnten aber mit den Frankfurterinnen um Hessenmeisterin Sandra Weckmüller (11,70 Meter) nicht mithalten.

Mit einem taktisch klugen Rennen überzeugten die 800-Meter-Läuferinnen Lena Menzel (TSG Hofgeismar, 2., 2:27,47 Minuten) und Alena Herrmann (beide TSG Hofgeismar, 2:35,74 Minuten).

Eine souveränen Sieg holte Schacht im Hürdensprint, wo sie als einzige Teilnehmerin die 13-Sekunden-Marke unterbot.

Stephanie Nadler (TSV Deisel) zeigte im Hochsprung enormen Kampfgeist, so dass sie trotz Trainingsrückstands ihr Leistungspotential ausschöpfen konnte. Dabei musste sie bei 1,52 Metern den Hochsprungwettkampf für den Hürdensprint unterbrechen, kehrte aber nach erfolgreichem Lauf in persönlich besten 13,79 Sekunden an die Anlage zurück und sprang mit 1,60 Meter zum Sieg.

Hessenmeisterin Tanja Schmitt (SV Trendelburg) kam mit dem seifigen Untergrund im Anlauf nicht so gut zurecht, überquerte aber ebenfalls 1,60 Meter, so dass die LG R dicht an die Eintracht heranrückte.

Im Weitsprung verpasste Schmitt wegen des Hochsprungs den ersten Durchgang, nutzte aber die verbliebenen zwei Versuche zu einem Sprung auf die neue Kreisrekordweite von 5,34 Metern.

Hubl als Siebte im Diskuswurf sowie Janine Mackewitz (SV Espenau) und Schwarzkopf auf den Rängen fünf und acht im Speerwerfen erfüllten die Erwartungen. Drei Frankfurterinnen auf den ersten vier Plätzen im Speerwurf und der Doppelsieg von Weckmüller und Rebecca Meier im Diskuswurf machten aber alle Sieghoffnungen zunichte.

Den Rückstand konnten auch die Staffeln nicht mehr aufholen, obwohl die Hessenmeisterinnen Schmitt, Müller, Menzel und Schacht in 50,38 Sekunden mit über einer Sekunde Vorsprung ins Ziel kamen. Eindrucksvoller Beleg der Stärke der LG R-Sprintphalanx war der dritte Rang der „Zweitbesetzung“ mit Schwarzkopf, Grete, Nora Lehnebach und Laura Weber (alle TSG Hofgeismar) in 53,45 Sekunden.

Rudi Steinbrecher und Richard Ripper, die als Betreuer vor Ort den verhinderten Cheftrainer Mustafa Hallal (alle TSG Hofgeismar) vertraten, zogen ein positives Fazit. „Wir haben mit einer sehr jungen Mannschaft, die zu großen Teilen auch im nächsten Jahr noch in dieser Altersklasse startberechtigt ist, der Eintracht lange Paroli geboten.“

Es zeigte sich aber deutlich, dass Hallal das Sprint- und Sprungtraining in den Vordergrund stellt. Wenn die LG R im nächsten Jahr den Titel gewinnen will, muss das Training in den Wurfdisziplinen verstärkt werden. (ah)