Korbach
Drei Goldmedaillen holten die Leichathleten der LG Reinhardswald bei den
nordhessischen Vierkampfmeisterschaften der Schülerklassen A und B (12 -
15 Jahre). In der Einzelwertung setzten sich nach hartem Kampf Nadja
Strege (W12, SV Espenau) und Malin Brietzke (W15, TSG Hofgeismar) durch.
Das bereits mit Gold auf Landesebene dekorierte Vierkampfteam der B-Schülerinnen
wurde seiner Favoritenrolle vollauf gerecht und hatte die Konkurrenz
sicher im Griff.
Mit 8750
Punkten setzten sich Lena Menke (TSV Deisel), Nadja Strege, Katrin Bangert,
Vanessa Schwedes (alle SV Espenau) und Maria Topp (TSG Hofgeismar) mit
fast 500 Punkten Vorsprung souverän gegen das Team der MT Melsungen
durch.
Es spricht für
die erfolgreiche Nachwuchsarbeit der LG Reinhardswald, dass die LG R als
einziger Verein zwei Mannschaften in den Top Acht platzieren konnte. Auf
Rang sechs überzeugten auch Laura Dilling (MTSV Helmarshausen), Lea
Stiegel, Laura Schallert, Svenja Sembowski und Lea Lehnebach (alle TSG
Hofgeismar).
In ihrer
eigentlich schwächsten Disziplin, dem Ballweitwurf, drehte Nadja Strege
einen fast schon verloren geglaubten Mehrkampf noch um und setzte sich
erstmals gegen Marleen Schierock (Kassel) durch.
Trotz guter
Ergebnisse im Sprint und Weitsprung sowie der persönlichen Bestleistung
im Hochsprung (1,44 Meter) hatte Strege nach drei Disziplinen 80 Punkte Rückstand.
Im abschließenden Ballweitwurf aber trumpfte sie mit 42,5 Metern auf,
nahm Schierock 11,5 Meter ab und schaffte den Sieg mit 1923 Punkten.
Auch die bei
den Schülerinnen W13 viertplatzierte Lena Menke (TSV Deisel) hatte ihre
stärksten Szenen im Ballweitwurf und Hochsprung. Mit 49 Metern warf sie
über fünf Meter weiter als bisher in der Saison, im Hochsprung floppte
sie über 1,40 Meter. Im Endergebnis verpasste sie mit 1943 Punkten nur
knapp den Bronzerang.
Ein Wettkampf
mit mehr Tiefen als Höhen hatte für Malin Brietzke doch noch ein versöhnliches
Ende.
Nachdem es im
Weitsprung bei stürmischem Gegenwind nur zu 4,78 Metern reichte, schienen
alle Medaillenhoffnungen geplatzt und die Stimmung war auf dem Tiefpunkt.
Nach anfänglicher Enttäuschung riss sich Brietzke aber zusammen und
verbesserte sich im Kugelstoßen um 60 Zentimeter auf 7,61 Meter.
Der
100-Meter-Sprint brachte keine Topleistung, doch 13,39 Sekunden bei
Gegenwind waren immerhin sechs Zehntelsekunden schneller als die
Konkurrenz, so dass wieder Medaillenhoffnungen aufkamen.
Bei
Sonnenschein startete dann der Hochsprung und hier lief Brietzke zur
Bestform auf. Mit 1,58 Metern egalisierte sie ihre persönliche
Bestleistung und riss die folgenden 1,62 Meter nur hauchdünn. Aus 23
Punkten Rückstand auf Ann-Christin Höhne (Geismar) waren noch 73 Punkte
Vorsprung geworden und damit Brietzkes fünfter Nordhessentitel im Jahr
2008. (zah)