Bericht von den Hessischen Jugendmehrkampfmeisterschaften in Frankfurt

Frankfurt Mit einer Glanzleistung im Siebenkampf holte die 16-jährige Miriam Thöne (LG Reinhardswald/TSV Niedermeiser) völlig überraschend die Bronzemedaille bei den Hessischen Jugendmehrkampfmeisterschaften in Frankfurt.

Vor allem am ersten Tag präsentierte sich Thöne in einer Superform. Den Grundstein zum Erfolg legte sie in ihrer Spezialdisziplin, dem Hochsprung, wo sie mit 1,64 Metern die Tagesbestleistung ablieferte. Eine beeindruckende Verbesserung folgte dann im 100-Meter-Hürdenlauf. In 14,97 Sekunden blieb erstmals unter 15 Sekunden und erkämpfte sich ein beruhigendes Punktepolster. Das war auch nötig, um nach etwas schwächeren 8,00 Metern im Kugelstoßen die starken Konkurrentinnen im Kampf um den Bronzeplatz auf Distanz zu halten. Nach soliden 13,46 Sekunden im 100-Meter-Sprint hatte sie am Ende des ersten Tages 2719 Punkte gesammelt und löschte eine der ältesten Bestmarken des Sportkreises Hofgeismar, Leoni Klockes (TSG Hofgeismar) 31 Jahre alte Vierkampfbestmarke, aus der Rekordliste.

Den am ersten Tag erkämpften Vorsprung auf Rang vier ließ sich Thöne dann am zweiten Tag nicht mehr nehmen. Nach 4,64 Metern im Weitsprung warf sie den Speer auf gute 28,62 Metern und machte im abschließenden 800-Meter-Lauf in 2:36,43 Minuten alles klar.

Tolle 4248 Punkte standen nach sieben Disziplinen in der Bilanz. Damit hatte sie auch im Siebenkampf einen neuen Kreisrekord aufgestellt und sich nach dem Hochsprungsilber ihre zweite Medaille auf Landesebene in dieser Saison gesichert.

Eine Top-Ten-Platzierung erreichte Pascal Bönning (TSG Hofgeismar) auf Rang zehn im Zehnkampf der männlichen Jugend A, wurde aber mit 4665 Punkten unter Wert geschlagen. Der 18-jährige hatte nicht seinen besten Tag erwischt und blieb in vielen Disziplinen unter seinen Möglichkeiten. Hervorzuheben aus seinen Leistungen sind sehr gute 1,82 Meter im Hochsprung. (ah)