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Frankfurt
Der Vizetitel für Lena Menzel über 400 Meter sowie die Bronzemedaillen
von Wurrie Bah (800 Meter) und Janine Mackewitz (beide SV Espenau, 200
Meter) waren die Höhepunkte aus Sicht der LG Reinhardswald bei den
hessischen Hallenmeisterschaften der A-Jugend in Frankfurt. Der durch
Disqualifikation verlorene Titel der 4x200-Meter-Staffel war der
Tiefpunkt.
Ein
hochklassiges Rennen sahen die Zuschauer über 400 Meter der weiblichen
A-Jugend. Die 800-Meter-Spezialistin Lena Menzel (TSG Hofgeismar), die
noch der B-Jugendklasse angehört, wollte sich vor den deutschen
Jugendmeisterschaften noch einmal einem Unterdistanztest unterziehen.
Nach dem krankheitsgeschwächt erreichten Bronzerang über 800 Meter vor
Wochenfrist war Menzel hochmotiviert, sich im Feld der bis zu zwei Jahre
älteren A-Jugendlichen zu behaupten, was ihr mit einer eindrucksvollen
Leistung auch gelang.
Bis auf den
letzen Meter forderte Menzel die Jugend-WM Teilnehmerin Christiane
Klopsch (Friedberg) und musste sich in 57,29 Sekunden mit nur drei
Zehntelsekunden Rückstand geschlagen geben.
Den 14 Jahre
alten Kreisrekord von Swee Löcken (TSG Hofgeismar) verbesserte sie
damit um vier Hundertstelsekunden, ihre eigene Bestleistung gar um mehr
als eine halbe Sekunde. Jetzt steht Menzel mit Blick auf die DM vor dem
Luxusproblem der Streckenwahl, denn mit dieser Zeit ist sie auch über
400 Meter auf nationaler Ebene konkurrenzfähig.
Freud und
Leid lagen für Wurrie Bah bei dieser Meisterschaft dicht beeinander.
Zunächst stoppte den über 3000 Meter mitfavorisierten Bah im
3000-Meter-Lauf der männlichen A-Jugend ein Wadenkrampf, so dass er das
Rennen in aussichtsreicher Position liegend aufgeben musste.
Am nächsten
Tag trat er dann mit Wut im Bauch und dem Willen zu zeigen, was er
wirklich drauf hat, zu einem ungeplanten Start über 800 Meter an. Mutig
hängte sich der Langstreckler an die Fersen der 800-Meter-Asse. In
flotten 57 Sekunden waren die ersten zwei Runden absolviert. Bah zeigte
Stehvermögen und legte noch einmal zwei schnelle Runden drauf. Im Ziel
jubelte er dann über Platz drei und hatte seine persönliche Bestzeit
in 1:58,70 Minuten pulverisiert.
Den 2001
aufgestellten Hallenrekord von Philipp Bannier (TSG Hofgeismar)
verbesserte Bah um eine halbe Sekunde. Gleichzeitig war die Zeit nach
den 1500 und den 3000 Metern für Bah die dritte erfüllte
Qualifikationsnorm für die deutschen Jugendmeisterschaften.
Weiterhin in
Topform ist auch 200-Meter-Sprinterin Janine Mackewitz. Die 17-Jährige
holte sich eine Woche nach Silber bei der B-Jugend in der A-Jugend die
Bronzemedaille. In 25,81 Sekunden unterbot Mackewitz erstmals die 26
Sekunden und stellte ebenfalls einen neuen Kreishallenrekord auf.
Fast hätte
es in der letzten Disziplin des Tages auch noch mit einem Titel für die
LG R-Athleten geklappt. Die 4x200-Meter-Staffel mit Schmitt, Menzel,
Mackewitz und Nora Lehnebach (TSG Hofgeismar) hatte sich klar gegen die
Konkurrenz aus Frankfurt und Friedberg-Fauerbach durchgesetzt. Doch dann
der Schock – ein Protest war eingereicht worden, weil das LG R
Quartett bei einem Wechsel vor dem Wechselraum abgelaufen war. Dem
Disqualifikationsantrag wurde stattgegeben und so war nach 30 Minuten
der Traum vom Gold wieder ausgeträumt. Trotz Frust über den verlorenen
Titel stimmt die (inoffizielle) Zeit von 1:44 Minuten optimistisch für
den Start bei den deutschen Jugendmeisterschaften. (zah)
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