| Bericht von den Deutschen Jugendmeisterschaften in Leipzig |
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Leipzig Einen tollen sechsten Platz belegte Stabhochspringer Lars Haverkamp (LG Reinhardswald/TSG Hofgeismar) bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Leipzig und übertraf damit die Erwartungen im Vorfeld der Titelkämpfe deutlich. Damit ist der Deutsche B-Jugendvizemeister des Jahres 2004 auch in der A-Jugend in der nationalen Spitze angekommen. Am Freitag hatte Haverkamp noch mit Fieber im Bett gelegen und es stand sogar ein Fragezeichen vor seinem Start. Doch der 18-jährige wollte sich die Chance zum Vergleich mit der nationalen Elite nicht entgehen lassen und fand über den Kampf zur Bestform. Haverkamp ging mit Mut zum Risiko in den Wettkampf, denn zum ersten Mal benutzte er neue, besonders harte Sprungstäbe. 4,45 Metern und 4,55 Metern nahm Haverkamp jeweils im zweiten Versuch und sortierte sich damit auf Rang zehn der Zwischenwertung ein. Schon damit hatte er sein Minimalziel, die Verbesserung des elften Rangs aus dem Vorjahr, erfüllt. Auch die folgenden 4,65 Meter überquerte er im zweiten Versuch und schob sich hinter seinem Dauerkonkurrenten Benedikt Bieling (Bad Sooden-Allendorf) auf Rang sieben. Dann wurde schon die neue Besthöhe von 4,75 Metern aufgelegt. Nach zwei knapp gerissenen Sprüngen schwang sich Haverkamp im dritten Versuch sicher über die Latte und verdrängte Bieling, der drei Mal scheiterte, von Rang sechs. Auch bei den drei Versuchen über 4,85 Meter sah Haverkamp nicht chancenlos aus, doch waren dies die Sprünge 16 bis 18 eines langen Wettkampftages, so dass die Kraft nicht mehr ganz reichte. "Dass die monatelange Quälerei in der Vorbereitung, mit Sprungtraining, Tempoläufen in Schnee und Eis und den ungeliebten Laufkoordinationseinheiten mit diesem Erfolg belohnt wurde, freut mich besonders für Lars", war auch Trainer Dieter Probst (TSG Hofgeismar) hochzufrieden. "Mit dem Wechsel auf die harten Stäbe sind die Voraussetzungen gegeben, dass er im Sommer auch die C-Kadernorm schaffen kann", blickte Probst dann schon wieder voraus. Bundestrainer Herbert Czingon hat die positive Leistungsentwicklung Haverkamps jedenfalls schon jetzt zur Kenntnis genommen und lud ihn mit Heimtrainer Probst zu einem Kaderlehrgang an die Deutsche Sporthochschule nach Köln ein. Die 4x200-Meter-Staffel mit Pascal Bönning, Johannes Knoth, Marijan Krapp und Philipp Widera (alle TSG Hofgeismar) musste nach 1:35,94 Minuten im Vorlauf die Segel streichen. Zum Erreichen des Zwischenlaufs fehlte etwas mehr als eine Sekunde. "Wichtig war aber, dass Widera und Knoth nach Verletzungsproblemen in den letzten Wochen wieder voll belastbar sind", hob Trainer Joachim Plinke (TSG Hofgeismar) die positiven Aspekte mit Blick auf die Freiluftsaison hervor. Kann das Quartett bis zum Sommer ohne Verletzungen durchtrainieren, ist der Zwischenlauf ein realistisches Ziel. (ah)
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