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Berlin
Mit Silber durch 400-Meter-Sprinterin Lena Menzel (TSG Hofgeismar) und
Bronze für Hindernisläufer Wurie Bah (SV Espenau) trumpften die
Leichtathletikasse der LG Reinhardswald bei den deutschen
Jugendmeisterschaften in Berlin auf. Sie erreichten damit eines der
besten Ergebnisse bei nationalen Titelkämpfen in der Geschichte der LG
R.
Lena Menzel
(siehe auch nebenstehender Bericht) hinterließ vor der eindrucksvollen
Kulisse des Olympiastadions einen nachhaltigen Eindruck bei ihren
Konkurrentinnen in der weiblichen B-Jugend und den Zuschauern. Mit 56,24
Sekunden gemeldet verbesserte sie sich auf 55,53 Sekunden und stürmte
hinter Titelverteidigerin Corinna Harrer (Regensburg) zur deutschen
Vizemeisterschaft.
Belohnung für
die überragende Leistung war neben der Medaille die Einladung zum Länderkampf
Deutschland gegen Polen am neunten August in Slubice.
Das im
Vorfeld der Meisterschaft angepeilte Edelmetall holte sich auch Wurie
Bah im 2000-Meter-Hindernislauf der männlichen A-Jugend.
Nach dem
Start sortierte sich Bah an fünfter Stelle des Feldes ein und ließ die
Favoriten Jonas Frenzel (Ettlingen) und Daniel Götz (Neustadt) das
Tempo machen. Nachdem der erste Kilometer in 2:59 Minuten durchlaufen
wurde, wurden die Favoriten langsamer.
Bah witterte
seine Chance und griff am Wassergraben an. Mit dem im Training eingeübten
Manöver überquerte er "kenianisch" ohne den Balken zu berühren
und hatte sofort einen kleinen Vorsprung. Diesen hielt er auch in der
vierten Runde, doch dann wurden die Beine schwer.
Nach einer
fast missglückten Überquerung am letzten Graben waren Frenzel und Götz
vorbei und auf Rang vier lauerte Leif Schröder-Gröneveld (Neumünster).
Mit diesem lieferte sich Bah auf der Zielgeraden dann einen packenden
Zweikampf. Beide überquerten zeitgleich in 5:55,96 Minuten die
Ziellinie und erhielten vom Zielgericht den geteilten dritten Platz
zugesprochen.
"Das
war ein geiles Gefühl hier auf der blauen Bahn im Olympiastadion zu
laufen", zeigte sich Bah nach dem Rennen zufrieden. Als noch dem jüngeren
A-Jugendjahrgang angehöriger Athlet und mit nur zwei Monaten Erfahrung
auf der Hindernisstrecke konnte er sich auf Anhieb in der deutschen
Nachwuchsspitze etablieren. Seine persönliche Bestzeit steigerte er um
mehr als 20 (!) Sekunden und blieb als erst zweiter LG R-Athlet nach
Martin Vialon (TSG Hofgeismar) über 2000 Meter Hindernis unter der
Sechs-Minuten-Grenze.
Auch
Bundestrainer Eckhard Sperlich hat von Bahs rasantem Aufstieg in die
Hindernisspitze Notiz genommen und sprach die Einladung in den
DLV-Nachwuchskader aus.
Ihre als
hessische Meisterinnen aufgestellte Staffelbestzeit steigerten die
4x100-Meter-Sprinterinnen Tanja Schmitt (SV Trendelburg), Lena Menzel,
Nora Lehnebach (TSG Hofgeismar) und Janine Mackewitz (SV Espenau). In
48,47 Sekunden belegten sie in ihrem Vorlauf den dritten Rang und
verpassten als 20. der Gesamtwertung den Einzug ins B-Finale um vier Plätze.
Janine
Mackewitz zeigte auch bei ihrem Einzelstart über 200 Meter in 25,69
Sekunden eine starke Leistung, schied aber ebenso wie über 100 Meter
(12,76 Sekunden) im Vorlauf aus. (zah)
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