| Traumergebnis bei den Hessischen Hallenmeisterschaften in Frankfurt-Kalbach |
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Frankfurt Mit einem Traumergebnis von drei Hessentiteln, zwei Vizemeisterschaften und einer Bronzemedaille kehrten die Leichtathleten der LG Reinhardswald von den A-Schüler Landesmeisterschaften im Sportzentrum Frankfurt-Kalbach zurück. Eine kleine Sensation war der Titelgewinn der 4x100-Meter-Staffel der A-Schülerinnen mit Tanja Schmitt, Carina Müller (beide SV Trendelburg), Hannah Schacht und Selina Grete (beide TSG Hofgeismar). Auf den Bronzerang hatte man im Vorfeld der Meisterschaft schon spekuliert, doch der Titel schien außer Reichweite. Mit der taktischen Variante, mit Schmitt (SV Trendelburg) die schnellste Läuferin an den Start zu stellen, hatte Trainer Mustafa Hallal (TSG Hofgeismar) Erfolg. Schmitt brachte die LG R-Staffel in Front, so dass das Wechselchaos auf der engen Hallenbahn vermieden wurde. Mit dem möglichen Sieg vor Augen wuchsen Müller, Schacht und Grete über sich hinaus und bauten den Vorsprung sogar noch aus, so dass am Ende überragende 51,30 Sekunden und fast eine Sekunde Vorsprung auf das zweitplatzierte Quartett der Usinger TSG zu Buche standen. Erfolgreichste Athletin der Meisterschaft war Tanja Schmitt, die sich neben dem Staffeltitel die Goldmedaillen über 60 Meter und im Hürdensprint sowie Silber im Weitsprung holte. In einer anderen Liga als die hessische Konkurrenz läuft Schmitt über 60 Meter. In 7,86 Sekunden deklassierte sie die Konkurrenz mit drei Zehntelsekunden Vorsprung und unterbot die Qualifikationsnorm für die Deutschen Jugendhallenmeisterschaften. Für einen Start bei den bis zu vier Jahr älteren Jugendlichen muss sie aber noch eine Ausnahmegenehmigung des Deutschen Leichtathletikverbandes abwarten, denn eigentlich sind Schüler nicht startberechtigt. Härter um den Titel kämpfen musste Schmitt im Hürdensprint. Im Vorlauf erreichte sie mit 9,57 Sekunden nur die drittbeste Zeit, zwei Zehntelsekunde hinter Bettina Klapp (Wolfhagen) und Christiane Klopsch (Friederber-Fauerbach). Doch im Finale verbesserte sie sich auf 9,26 Sekunden und gewann mit sechs Hundertstelsekunden vor Klopsch den Titel. Nach der im Vorjahr als Vierte verpassten Medaille war Schmitt diesmal auch im Weitsprung erfolgreich. Mit 5,33 Metern musste sie sich nur Marietta Leitsch (Petersberg) mit fünf Zentimetern Rückstand geschlagen geben. Ihren bisher größten Einzelerfolg auf Landesebene feierte die 14-jährige Stephanie Nadler (TSV Deisel) mit der Vizemeisterschaft im Hochsprung. Es war das im Vorfeld der Meisterschaft erwartete spannende Duell. Nadler landete höhengleich mit Siegerin Carolin Schäfer (Friedrichstein) nur aufgrund der Fehlversuchsregel geschlagen auf dem Silberrang. Zwar benötigten beide Athletinnen für die Sieghöhe von 1,60 Metern zwei Versuche, doch bei den vorangegangenen 1,57 Metern hatte Nadler einen Fehlversuch mehr auf Konto. Auch wenn sie sich angesichts der knappen Entscheidung etwas ärgerte, überwog die Freude über die Silbermedaille. Immer schneller wird das größte Mittel- und Langstreckentalent der LG R, Worrie Bah (SV Espenau). Eigentlich hatte er gar nicht laufen wollen, denn auch ihn hatte im Vorfeld der Meisterschaft die Grippewelle erwischt. Aber die Entscheidung für den Start über 1000 Meter wurde mit einer beeindruckenden Verbesserung um elf Sekunden auf die neue Hallenbestzeit von 2:49,50 Minuten belohnt. In einem harten Kampf um die Podestplätze spielte Bah seine Spurtqualitäten aus und holte sich nach Rang vier im Vorjahr diesmal die Bronzemedaille. (ah)
Wie erwartet konnten Patrick Tolksdorf (2., Wiesbaden) und Benedikt Bieling (3., Bad Sooden-Allendorf) Haverkamp am längsten Paroli bieten, doch eine wirklich Gefahr stellten sie für den 17-jährigen nicht dar. Haverkamp präsentierte sich wieder einmal als Meisterschaftsspringer und ließ sich von den guten Vorleistungen der Konkurrenz nicht beeindrucken. “Das war Lars bisher bester Wettkampf. Athletisch war er schon immer top, aber jetzt stimmen auch die technischen Feinheiten”, zeigte sich Trainer Dieter Probst hochzufrieden mit der Vorstellung seines Schützlings. Eventuelle Zweifel über seinen Formstand nach einer fiebrigen Erkältung, die ihn eine Woche Training unmittelbar vor der Meisterschaft gekostet hatte, zerstreute Haverkamp schnell. Die Einstiegshöhe von 4,10 meisterte er ohne Probleme und ließ deswegen die folgenden 4,20 Meter aus. Bei 4,30 Metern übernahm Tolksdorf, der die Höhe im Gegensatz zu Haverkamp ohne Fehlversuch sprang, kurz die Führung. Doch schon bei 4,40 Metern stellte Haverkamp das alte Kräfteverhältnis wieder her. Locker schwang er sich im ersten Versuch über die Latte, während Tolksdorf drei Mal scheiterte. Nachdem der Sieg feststand steigerte Haverkamp seine Hallenbestmarke (4,40 Meter) noch auf 4,63 Meter und sicherte sich damit einen Platz in den Top Ten der Deutschen Jugendhallenbestenliste. Nächster Wettkampf in der Vorbereitung auf die DM sind für Haverkamp die Süddeutschen Meisterschaften der Aktiven, wo er unter anderen gegen seinen Co-Trainer Dirk Probst springen wird, der ihn in Frankfurt mit betreute. Eine Endkampfplatzierung erreichte Philipp Schröer (TSG Hofgeismar) als Achter mit neuer Hallenbestleistung von 6,28 Metern im Weitsprung. In einer tollen Serie blieb mit vieren seiner fünf gültigen Versuche über der alten Bestmarke. (ah)
Frankfurt Nicht nur die Medaillengewinner der LG Reinhardswald präsentierten sich im Feld der fast 400 Starter bei den Hessischen A-Schülermeisterschaften in Frankfurt-Kalbach in bestechender Form. Ein Überraschungserfolg gelang Hannah Schacht (TSG Hofgeismar) auf Rang vier im Weitsprung. Nach ungültigen Versuchen in den ersten beiden Durchgängen stand sie schon kurz vor dem Aus. Doch die 14-jährige bewies Nervenstärke. Im vorentscheidenden dritten Versuch setzte sie alles auf eine Karte, lief mit Mut zum Risiko an und qualifizierte sich mit neuer Hallenbestleistung noch für den Endkampf der besten Acht. Die drei Finalversuche nutzte sie zu einer weiteren Steigerung auf 4,99 Meter und Rang vier. Anschluss an die Landesspitze hat auch 800-Meter-Läuferin Lena Menzel (TSG Hofgeismar) gefunden. Als Sechste der Schülerinnen W14 unterbot sie in 2:32,57 Minuten ihre Bestzeit um vier Sekunden, zum Bronzerang fehlte ihr nur eine knappe Sekunde. Die nötige Tempohärte für den Erfolg hatte sich Menzel mit einigen Crossläufen in den vergangenen Wochen geholt. “Nächstes Ziel ist jetzt eine Zeit unter 2:30 Minuten”, steckte Trainer Mustafa Hallal die Pflöcke für die Freiluftsaison ab. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten blieb Janine Mackewitz (SV Espenau) als Elfte mit 2:37,27 Minuten. Die erhoffte Endlaufplatzierung erreichte die 4x100-Meter-Staffel der Schüler A. In 51,24 Sekunden konnten sich Johannes Störmer (SV Espenau), Matthias Maifeld, Sergej Gerland und Bernd Zaun (alle TSG Hofgeismar) gegenüber starker Konkurrenz auf dem sechsten Rang behaupten. Grundlage des Spitzenergebnisses der A-Schülerinnenstaffel (siehe nebenstehender Bericht) ist die hohe Leistungsdichte im LG R-Team. Insgesamt fünf Sprinterinnen standen in den Zwischenläufen über 60 Meter und liefen Spitzenzeiten. So darf sich in der “ersten Vier” auch niemand sicher fühlen, denn Kristina Kornienko (8,42 Sekunden), Julia Woitkowiak (8,93 Sekunden, beide TSG Hofgeismar) und Karolin Knauf (8,78 Sekunden, SV Espenau) drängen nach vorn. Den Sprung unter die begehrte Zehn-Sekunden-Grenze im Hürdensprint schafften Schacht als Dritte des B-Finales der W14 mit 9,84 Sekunden und Carina Müller (SV Trendelburg) in persönlich besten 9,89 Sekunden in der W15. (ah)
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