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Wetzlar
Das erwartete Silber für die 4x100-Meter-Staffel, die überraschende
Vizemeisterschaft von Jan Bönning (TSG Hofgeismar) im Stabhochsprung
sowie die sensationelle Steigerung von Lena Menzel über 200 Meter waren
die herausragenden Ergebnisse der LG Reinhardswald bei den hessischen
Meisterschaften der Männer und Frauen in Wetzlar.
In leicht veränderter
Besetzung ohne die in der Frauenklasse nicht startberechtigte
B-Jugendliche Theresa Schacht behaupteten sich Julia Woitkowiak, Lena
Menzel (beide TSG Hofgeismar), Janine Mackewitz (SV Espenau) und Nora
Lehnebach (TSG Hofgeismar) gegenüber starker Konkurrenz und mussten nur
der Startgemeinschaft Wiesbaden/Reisen den Vortritt lassen. Trotz eines
verpatzten Wechsels blieben die vier Mädchen in 48,55 Sekunden zum
zweiten Mal in dieser Saison unter der Norm für die deutschen
Jugendmeisterschaften.
Ein erfolgreiches
Comeback auf Landesebene feierte nach längerer Wettkampfpause Jan Bönning
im Stabhochsprung der Männer. Mit 4,30 Metern holte er die
Vizemeisterschaften und damit seine erste Medaille in der Männerklasse.
Lena Menzel nutzte die
Meisterschaft um mit Blick auf den Start über 400 Meter bei der DLV
Juniorengala Anfang Juli ihre Grundschnelligkeit über 200 Meter zu
testen. In glänzenden 24,78 Sekunden war sie eine halbe Sekunde schneller
als im letzten Jahr, blieb als erste LGR-Athletin unter 25 Sekunden und
belegte den vierten Rang.
Grund zum Jubeln hatte
auch Janine Mackewitz. Nachdem sie im Vorlauf vom Gegenwind gebremst in
25,53 Sekunden um die Winzigkeit von drei Hundertstelsekunden an der Norm
für die Jugend-DM vorbeigeschrammt war, verbesserte sie sich im Finale
auf 25,38 Sekunden und sicherte sich damit ihren Startplatz in Ulm.
Wurie Bah (SV Espenau)
war mit seinem Ergebnis im 1500-Meter-Lauf der Männer ungeachtet des als
Vierter knapp verpassten Podestplatzes ebenfalls hochzufrieden. In dem
erwartet schnellen Rennen nutze Bah seine Chance. Er sortierte sich vom
Startschuss weg in der Spitzengruppe ein und steigerte seine persönliche
Bestmarke um fast vier Sekunden auf die neue Kreisrekordzeit von 3:54,17
Minuten. Er blieb sieben Zehntelsekunden unter der 1994 aufgestellten
alten Bestmarke von Jochen Steinbrecher (TSG Hofgeismar). (zah)
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