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Darmstadt
Mit Gold und Silber trumpfte Tanja Schmitt (LG Reinhardswald/SV
Trendelburg) bei den hessischen Mehrkampfmeisterschaften in Darmstadt auf.
Im Vierkampf
verteidigte sie ihren Vorjahrestitel und blieb in dieser Disziplin im
dritten Jahr in Folge bei hessischen Mehrkampfmeisterschaften
ungeschlagen.
Insgesamt
sammelte die 19-Jährige Schmitt in den verschiedenen Schüler- und
Jugendklassen seit 2004 27 hessische Meistertitel, mehr als jeder andere
Athlet in der Geschichte der LG Reinhardswald.
Im Siebenkampf
verpasste Schmitt zwar ihren zweiten Meisterwimpel des Wochenendes um
gerade einmal neun Punkte, übertraf aber die Qualifikationsnorm für die
deutschen Jugendmeisterschaften in Lage deutlich.
Gleich in der
ersten Disziplin des Vierkampfs, dem Hürdensprint, ging Schmitt bei
starkem Gegenwind mit 17,16 Sekunden in Führung.
Eine
Glanzleistung zeigte sie dann im Hochsprung. Mit 1,67 Metern nahm Schmitt
ihrer härtesten Konkurrentin Franziska Hegner (Frankfurt) 12 Zentimeter
und damit 140 Punkte ab.
Entscheidend für
den Erfolg war aber, dass bei Schmitt endlich der Knoten im Kugelstoßen
platzte. Sie beförderte das vier Kilogramm schwere Wurfgerät erstmals über
die Zehn-Meter-Marke und das mit 10,27 Metern deutlich. Damit verteidigte
Schmitt ihre Führung und konnte sich auch eine knappe Niederlage über
200 Meter leisten. 2643 Punkte und damit 50 Punkte mehr als Hegner standen
am Ende im Ergebnisprotokoll.
Den 13 Jahre
alten Kreisrekord von Kristin Sattler (TSG Hofgeismar) verbesserte Schmitt
um mehr als 200 Punkte.
Auch am
zweiten Tag der Meisterschaft präsentierte sich Schmitt in Topform. Bei
5,24 Metern setzte sie ihren besten Versuch in die Weitsprunggrube. Wenn
sie noch an der Verbesserung ihrer Landung arbeitet sind bis zur DM auch
Weiten um 5,60 Meter möglich.
Im Speerwerfen
erreichte sie gute 35,16 Meter, doch Theresa Pohl (Wettenberg) glänzte
mit 47,31 Metern und ging deutlich in Führung. Im abschließenden
800-Meter-Lauf mobilisierte Schmitt noch einmal alle Reserven und lief
eine Sekunde schneller als Pohl, doch das reichte nicht mehr ganz, um den
Punkterückstand aufzuholen.
Auf Rang
sieben überzeugte Lukas Bangert (SV Espenau) bei seinem Zehnkampfdebüt
in der männliche B-Jugend. Seine besten Disziplinen waren der Speerwurf
und das Kugelstoßen. Im Speerwerfen wurde er Zweiter der Disziplinwertung
mit persönlich besten 46,84 Metern, im Kugelstoßen überzeugte er als
Dritter mit 13,46 Metern. Auch die neue Bestmarke von 2,80 Metern im
Stabhochsprung brachte viele Punkte.
Matthias
Maifeld (TSG Hofgeismar) hatte seine besten Szenen im Weitsprung (6,04
Meter) und im Hochsprung (1,69 Meter) und wurde 14. im Fünfkampf der männlichen
A-Jugend. (zah)
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