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Novi Sad Lehrgeld bezahlte Wurie Bah (LG Reinhardswald/SV Espenau) bei
seinem ersten internationalen Einsatz bei den
Junioren-Europameisterschaften in Novi-Sad/Serbien. "Das war eine
Katastrophe", war Bahs erstes, enttäuschtes Fazit nach dem Rennen.
Von der
Papierform her hatte Bah in seinem Vorlauf über 3000 Meter Hindernis
eigentlich eine lösbare Aufgabe. Die ersten Vier sowie weitere vier
Zeitschnellste qualifizierten sich für das Finale, Bah war mit der fünftbesten
Zeit in seinem Lauf gemeldet.
Am Start und
auf den ersten 1000 Metern fühlte sich Bah noch richtig gut, war
vielleicht sogar etwas übermotiviert. Der Belgier Andreas van Hamm legte
los wie die Feuerwehr und Bah versuchte ihm zu folgen. 2:53 Minuten zeigte
die Uhr nach 1000 Metern, die Bah knapp hinter van Hamm passierte und das
war eindeutig zu schnell. Bah nahm etwas den Gang raus. "Bei 1200
Metern habe ich den Spanier Abadia, den Schweden Legernes und den Briten
Wilkinson passieren lassen". Doch van Hamm und Bah bezahlten den
Preis für das hohe Anfangstempo. Der Belgier musste aufgeben und Bah
wurden die Beine zusehends schwerer. Hinzu kamen Tempowechsel, die Kraft
kosteten.
"Die
Spitzengruppe ist erst langsamer geworden, hat dann wieder das Tempo
forciert." Bah ließ eine Lücke, in der Hoffnung, dass einige Läufer
der schnellen Fahrt nicht würden folgen können. Doch stattdessen geriet
Bah aufgrund des schnellen ersten Kilometers immer tiefer in die
Sauerstoffschuld. "Bei 2000 Metern war ich völlig erledigt".
Die Lücke blieb und Bah kämpfte sich in 9:17,48 Minuten auf Rang acht
ins Ziel.
Die Enttäuschung
war natürlich groß, insbesondere da eine Zeit von 9:08 Minuten, die Bah
in dieser Saison schon deutlich unterboten hat, für den Finaleinzug
gereicht hätte.
Bei aller Enttäuschung
des Athleten muss man aber festhalten, dass schon die Qualifikation für
die Europameisterschaft ein Riesenerfolg für Bah war, der sich von 9:15
im Jahr 2008 in diesem Jahr auf 8:59 Minuten verbessert hat. Gewonnen hat
er auf jeden Fall eine Menge wertvoller Erfahrungen von denen er in den nächsten
Jahren profitieren kann. Denn was Bah immer wieder auszeichnet ist, dass
er an Niederlagen wächst und gestärkt aus ihnen hervorgeht. "Fehler
darf man machen, so lange man aus ihnen lernt", meint auch Trainer
Mustafa Hallal (TSG Hofgeismar).
In der
langfristigen Planung für Bah ist die U23-EM im Jahr 2011 die Gelegenheit
es besser zu machen, kurzfristig stehen schon in zwei Wochen die deutschen
Jugendmeisterschaften über 2000 Meter Hindernis an. (zah)
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