26.07.2009 

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IAAF WM berlin 2009

 

 

 

 

 
Junioren-Europameisterschaften in Novi-Sad/Serbien


Novi Sad
Lehrgeld bezahlte Wurie Bah (LG Reinhardswald/SV Espenau) bei seinem ersten internationalen Einsatz bei den Junioren-Europameisterschaften in Novi-Sad/Serbien. "Das war eine Katastrophe", war Bahs erstes, enttäuschtes Fazit nach dem Rennen.

Von der Papierform her hatte Bah in seinem Vorlauf über 3000 Meter Hindernis eigentlich eine lösbare Aufgabe. Die ersten Vier sowie weitere vier Zeitschnellste qualifizierten sich für das Finale, Bah war mit der fünftbesten Zeit in seinem Lauf gemeldet.

Am Start und auf den ersten 1000 Metern fühlte sich Bah noch richtig gut, war vielleicht sogar etwas übermotiviert. Der Belgier Andreas van Hamm legte los wie die Feuerwehr und Bah versuchte ihm zu folgen. 2:53 Minuten zeigte die Uhr nach 1000 Metern, die Bah knapp hinter van Hamm passierte und das war eindeutig zu schnell. Bah nahm etwas den Gang raus. "Bei 1200 Metern habe ich den Spanier Abadia, den Schweden Legernes und den Briten Wilkinson passieren lassen". Doch van Hamm und Bah bezahlten den Preis für das hohe Anfangstempo. Der Belgier musste aufgeben und Bah wurden die Beine zusehends schwerer. Hinzu kamen Tempowechsel, die Kraft kosteten. 

"Die Spitzengruppe ist erst langsamer geworden, hat dann wieder das Tempo forciert." Bah ließ eine Lücke, in der Hoffnung, dass einige Läufer der schnellen Fahrt nicht würden folgen können. Doch stattdessen geriet Bah aufgrund des schnellen ersten Kilometers immer tiefer in die Sauerstoffschuld. "Bei 2000 Metern war ich völlig erledigt". Die Lücke blieb und Bah kämpfte sich in 9:17,48 Minuten auf Rang acht ins Ziel.

Die Enttäuschung war natürlich groß, insbesondere da eine Zeit von 9:08 Minuten, die Bah in dieser Saison schon deutlich unterboten hat, für den Finaleinzug gereicht hätte.

Bei aller Enttäuschung des Athleten muss man aber festhalten, dass schon die Qualifikation für die Europameisterschaft ein Riesenerfolg für Bah war, der sich von 9:15 im Jahr 2008 in diesem Jahr auf 8:59 Minuten verbessert hat. Gewonnen hat er auf jeden Fall eine Menge wertvoller Erfahrungen von denen er in den nächsten Jahren profitieren kann. Denn was Bah immer wieder auszeichnet ist, dass er an Niederlagen wächst und gestärkt aus ihnen hervorgeht. "Fehler darf man machen, so lange man aus ihnen lernt", meint auch Trainer Mustafa Hallal (TSG Hofgeismar).

In der langfristigen Planung für Bah ist die U23-EM im Jahr 2011 die Gelegenheit es besser zu machen, kurzfristig stehen schon in zwei Wochen die deutschen Jugendmeisterschaften über 2000 Meter Hindernis an. (zah)

 

 

 

 

 © 2007 LG Reinhardswald